Grüntendenkmalerhaltungsverein

Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V.
Sonthofen
Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V.
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Willkommen auf dem Grünten !


Hier auf dem Gipfel vom "Wächter" des Allgäus steht das Denkmal zu Ehren der
gefallenen Gebirgsjäger der beiden Weltkriege.


 Grüntentag 2018



Programm:
 
Freitag, 7. September 2018 19:00 Uhr

Mitgliederversammlung des Grüntendenkmal- Erhaltungsvereins anlässlich des 60. Gründungsjubiläums im Gasthof „Grüntenblick“ in Agathazell.

Samstag, 8. September 2018 17:00 Uhr

Gedenkfeier am Gemeinschaftskreuz im Sonthofener Friedhof.

Sonntag, 9. September 2018 10:30 Uhr
 
Bergmesse am Jägerdenkmal auf dem Grünten (bei jedem Wetter!) mit Militärpfarrer Stefan Bauhofer und Andreas Romminger.
Die Gedenkansprache hält Oberst Prof. Erwin Fitz vom Landeskommando Vorarlberg.
Sonntag, 9. September 2018 10:30 Uhr
Gedenkmesse in der Pfarrkirche St. Michael in Sonthofen.
Anschließend Kranzniederlegung an der Ölbergkapelle.

Sonntag, 9. September 2018 14:00 Uhr
 
Kameradschaftsnachmittag im Gasthof Löwen in Burgberg!
 

Doppeljubiläum beim Grüntentag 2018
  
Am 08. und 09. September 2018, 100 Jahre nach Ende des 1. Weltkriegs, findet der bereits traditionelle „Grüntentag“ statt. Gleichzeitig wird ein doppeltes Jubiläum begangen, nämlich 70 Jahre Grüntentag und 60 Jahre Grüntendenkmal-Erhaltungsverein.
 
Mit dem Grüntentag wird nunmehr seit 70 Jahren an die schrecklichen Folgen von Gewalt, Terror und Kriegen erinnert. Heute wird insbesondere der Gebirgssoldaten aller Nationen gedacht, die in den beiden Weltkriegen gefallen, ihren Verwundungen erlegen, in Kriegsgefangenschaft verstorben oder aber durch Kriegsverbrechen ums Leben gekommen sind.
 
Auch die Gebirgssoldaten der Bundeswehr, die im Einsatz für Frieden und Freiheit ums Leben gekommen oder bei Auslandseinsätzen gefallen sind, werden mit einbezogen.
  
Das zentrale Gedenken findet wie immer am Jägerdenkmal auf dem Grünten statt.
 
Mit diesem Denkmal wird der Gefallenen des Jägerregiments 3 aus dem 1. Weltkrieg und der Gebirgstruppe der Wehrmacht sowie der Toten und Gefallenen der Bundeswehr gedacht. Um den Erhalt des Denkmals als Mahnmal kümmert sich seit 60 Jahren der Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V., Sonthofen. Diesen gründeten am 13.06.1958 ehemalige Gebirgssoldaten des 1. und 2. Weltkrieges.
 
Wie immer werden zum Grüntentag 2018 zahlreiche Abordnungen von Soldatenverbänden aus dem In- und Ausland, wie z.B. Italien und Österreich, mit ihren Fahnen zum Grüntentag 2018 erwartet. Die Gebirgstruppe der Bundeswehr wird ebenfalls teilnehmen.
 
Umrahmt wird die Gedenkfeier auf dem Grünten nunmehr seit 70 Jahren ohne Unterbrechung durch die Musikkapelle Rettenberg. Die Alphornbläser aus Burgberg und die Oberallgäuer Feuerschützen sind ebenfalls beteiligt.
 
Die Feier findet bei jedem Wetter statt!
 
Die Truppen- und Gebirgsjägerkameradschaft „Grünten“ lädt alle ehemaligen sowie aktiven Soldaten und Reservisten mit ihren Angehörigen und Bekannten, aber auch alle Mitbürger ganz herzlich ein, möglichst zahlreich am „Grüntentag 2018“ teilzunehmen, um der ungezählten Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken und ein Zeichen gegen das Vergessen und für den Frieden zu setzen.
  
Geschichte des Grüntentages
Seit 70 Jahren gibt es den Grüntentag. Kurz nach dem 2. Weltkrieg – 1948 - wurde er erstmals am Jägerdenkmal auf dem Grünten von aus dem Krieg heimgekehrten Angehörigen des Gebirgsjägerregiments 99 veranstaltet, das in Sonthofen stationiert war.
 
Der Grüntentag hat seinen Ursprung in den sogenannten „Jägertagen“. In den 20er Jahren veranstaltete die Kriegskameradschaft ehemaliger 3er-Jäger auf dem Grünten um Allerheiligen Gedenkfeiern am Jägerdenkmal. Die Kriegskameradschaft ehem. 3er-Jäger war gegründet worden, um unter anderem „das Andenken der im Kriege gefallenen Kameraden in ehrender Erinnerung zu halten“. Sie errichtete 1924 das Jägerdenkmal.
 
An die Tradition der „Jägertage“ erinnerten sich die ehemaligen Gebirgssoldaten aus Sonthofen nach ihrer Rückkehr aus dem 2. Weltkrieg. Sie trafen sich zunächst informell auf dem Grünten zum Gedenken. 1948 fand dann auf Anregung von General Ritter von Hengl der erste offizielle Grüntentag in Erinnerung an die Kameraden statt, die nicht das Glück der Heimkehr aus dem Krieg hatten.
 
Nach und nach entwickelte sich das 2. Wochenende im September, auf das man sich 1948 festgelegt hatte, zu einem bedeutenden überregionalen Treffen ehemaliger Gebirgsjäger. Das Gedenken im Friedhof von Sonthofen, ein Kameradschaftsabend am Samstag, der Gedenkgottesdienst auf dem Grünten und zeitgleich in der Stadtpfarrkirche St. Michael sowie ein abschließender Kameradschaftsnachmittag am Sonntag bildeten den Rahmen des Grüntentages.
 
Zwischen 1951 und 1990 waren – je nach Witterung – zwischen 1000 und 4000 Teilnehmer auf dem Grünten und bei den Kameradschaftstreffen im Tal.
 
Die Organisation der Grüntentage hatten ehemalige Gebirgssoldaten aus Sonthofen übernommen, die sich Anfang der 50er Jahre in der „Gebirgsjägerkameradschaft Sonthofen“ zusammengeschlossen hatten.
 
Unterstützt wurde die Kameradschaft durch die Stadt Sonthofen sowie insbesondere durch die Gemeinden Burgberg und Rettenberg; ab 1957 beteiligte sich auch die neu aufgestellte Bundeswehr, die in Sonthofen eine Garnison errichtet hatte.
 
Ab 2000 wurden Soldatenvereinigungen aus dem Allgäu eingeladen, mit ihren Fahnenabordnungen und Mitgliedern an den Grüntentagen teilzunehmen. Die Resonanz war erfreulich: zahlreiche Fahnen dieser Vereinigungen aus dem Umland umrahmen seitdem am Grüntentag das Jägerdenkmal.
 
Seit 2003 organisiert die Truppen- und Gebirgsjäger-Kameradschaft „Grünten“ die Grüntentage; sie hat diese Aufgabe von der Gebirgsjäger-Kameradschaft Sonthofen übernommen. Bei der Gestaltung der Gedenkfeier auf dem Grünten wird sie regelmäßig von der Blaskapelle Rettenberg, die ohne Unterbrechung schon seit dem ersten Grüntentag mitwirkt, den Alphornbläsern aus Burgberg, den Oberallgäuer Feuerschützen und Soldaten aus Füssen bzw. Sonthofen tatkräftig unterstützt.
 
Der Grüntentag klingt mit einem Kameradschaftsnachmittag aus.   
 
Die Ausrichtung des Grüntentages hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. In den ersten Jahren standen noch Erinnerung und Gedenken an die gefallenen und vermissten Kameraden sowie die Freude über das Wiedersehen mit ehemaligen Kameraden im Vordergrund. Später wurde das Gedenken auf alle Opfer von Krieg und Gewalt ausgedehnt. Die Toten der Bundeswehr, die während des „Kalten Krieges“ oder bei Auslandseinsätzen im Dienst für die Freiheit ihr Leben gelassen haben, sind zwischenzeitlich in das Gedenken mit einbezogen.
 
Auch die Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern hat einen festen Platz.
 
Nachdem zu Beginn der Grüntentage regelmäßig auch ehemalige Gebirgssoldaten aus Österreich und Südtirol zur Gedenkfeier kamen, wurde bedingt durch deren Älterwerden die Beteiligung von ausländischen Organisationen immer geringer. Erst um 2000 konnte dieser Trend gestoppt werden. Organisationen des Vorarlberger Kameradschaftsbundes, z. B. aus dem Kleinwalsertal und aus Bregenz, die Organisationen der italienischen Alpini in Italien und Deutschland sowie aus anderen Ländern gehören heute selbstverständlich zum Grüntentag.
 
Der Grüntentag hat auch heute noch vor dem Hintergrund der laufenden Auslandseinsätze der Bundeswehr und der internationalen Spannungen seine Berechtigung. Der Grüntentag hat es verdient, auch in den nächsten 70 Jahren weiter zu bestehen.
 
 
Geschichte des Grüntendenkmal-Erhaltungsvereins e. V., Sonthofen
In ausgesetzter Lage wie auf dem Grünten muss ein Bauwerk ständig überwacht und instand gehalten werden, um es vor dem Verfall zu schützen. Dies gilt auch für das Jägerdenkmal.
Zunächst wurde das Denkmal durch den Erbauer, die Kriegskameradschaft der ehem. 3er-Jäger, gepflegt, bis im Dritten Reich die Gleichschaltung aller Vereine auch der Kriegskameradschaft der ehemaligen 3er-Jäger das Ende bereitete. Danach und während des 2. Weltkrieges kümmerte sich in erster Linie die Gemeinde Rettenberg um den Erhalt des Jägerdenkmals.
 
1952 gründeten ehemalige 3er-Jäger aus München den Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V., München. Satzungsziel war, das Denkmal auf dem Grünten zu betreuen und vor dem Verfall zu bewahren. Das Denkmal wies nämlich Anfang der 50er- Jahre erhebliche Schäden auf, deren Behebung dem Münchener Verein große Schwierigkeiten bereitete.
 
Deshalb führten gute Kontakte zwischen dem Münchner Verein und der Gebirgsjägerkameradschaft Sonthofen, die während der Grüntentage seit 1948 geknüpft worden waren, zur Lösung des Problems:  der Münchener Verein sollte aufgelöst und   das gesamte Vermögen dem in Sonthofen zu gründenden Erhaltungsverein übertragen werden.
 
Im Zuge der geplanten Auflösung des Erhaltungsvereins in München gründeten Angehörige der Gebirgsjägerkameradschaft Sonthofen zusammen mit ehemaligen 3er-Jägern am 13.06.1958 den Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V., Sonthofen, der sich entsprechend der Münchner Satzung zum Ziel setzte, „das Ehrenmal auf dem Grünten ….zu betreuen und durch ständige Überwachung vor dem Verfall zu schützen.“ Gründungsmitglieder aus dem Kreis der ehemaligen 3er-Jäger waren u. a. die Gebrüder Heimhuber aus Sonthofen, Siegfried Berkmann aus Rettenberg sowie Franz Fleschhut aus Immenstadt. Bewusst hatte man sich für Ausgründung eines eigenständigen Vereins entschieden, um auch Mitglieder gewinnen zu können, die nicht Angehörige der Gebirgsjägerkameradschaft Sonthofen waren.
 
Die erste große Aufgabe für den neuen Verein bestand darin, noch gemeinsam mit den Münchnern 1958 die dringend notwendige Grundsanierung des Denkmals durchzuführen.
 
Nach Abschluss der Sanierung übergibt im Rahmen des Grüntentages am 14.09.1958 der damalige 1. Vorsitzende des Münchener Erhaltungsvereins, Oskar Berndl, ebenfalls ehemaliger 3er-Jäger, im Beisein von mehreren tausend Teilnehmern das Denkmal auf dem Grünten offiziell dem Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V., Sonthofen.
 
Bis heute hat der Grüntendenkmal-Erhaltungsverein neben laufenden Erhaltungsmaßnahmen mehrmals zum Teil erhebliche, kostenaufwändige Reparaturen durchgeführt.
 
Erweiterungen erfuhr das Denkmal durch das Anbringen einer Gedenktafel für das    GebJgRgt 99 (1951) und einer Tafel mit der Chronik des Denkmals (1967) sowie durch den Neubau des Treppenaufgangs mit Gedenkmauer (1975). Bei dieser Gelegenheit wurde ein Kupferbehälter mit Bauurkunde und Erde eines Soldatengrabes aus dem Kaukasus in die Gedenkmauer eingelassen.
 
Als bislang letzte Maßnahme erfolgte im August 2001 auf Vorschlag des damaligen Vorsitzenden der Gebirgsjäger-Kameradschaft Sonthofen das Anbringen einer Gedenktafel, um auch an die toten Gebirgssoldaten der Bundeswehr zu erinnern, die im Dienst oder im Einsatz ihr Leben gelassen haben bzw. gefallen sind.
 
Das Denkmal ist in die Liste der geschützten Baudenkmäler Bayerns aufgenommen.
 
Die erforderlichen Arbeiten zum Erhalt des Denkmals wurden bzw. werden bis heute durch den Landkreis, die Gemeinden Rettenberg, Ofterschwang und Burgberg sowie durch die Bundeswehr aus Sonthofen, Kempten und Füssen in vorbildlicher Weise unterstützt.
 
Auch dank zahlreicher Mitglieder sowie großzügiger Gönner konnte das Denkmal bis heute im wahrsten Sinn des Wortes am Leben erhalten werden.
 
Ein Denkmal kann nur dann mit Leben erfüllt werden, wenn es für Besucher auch gut zu erreichen ist. Deshalb wurden auf Antrag des Erhaltungsvereins in den Jahren 2008 und 2009 die Wege zum Denkmal durch das Gebirgspionierbataillon 8 der Bundeswehr saniert.
 
Trotz laufender Ausbesserungsarbeiten am Denkmal in den letzten Jahren konnte nicht verhindert werden, dass zwischenzeitlich wieder größere Schäden aufgetreten sind. Sie erforderten eine Generalsanierung durch den Grüntendenkmal-Erhaltungsverein.
 
So bleibt das Jägerdenkmal eine Stätte der Erinnerung an die unzähligen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Weithin sichtbar wird es als „denk-mal“ zum Frieden mahnen.

1. Vorstand Alfons Kögel
An der Schand 2 - 87545 Burgberg - Tel. 08321/88531 - E-Mail info@gruentendenkmal.de
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