Geschichte unseres Vereines - Grüntendenkmalerhaltungsverein

Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V.
Sonthofen
Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V.
Direkt zum Seiteninhalt

Geschichte unseres Vereines

Verein

Geschichte des Grüntendenkmal-Erhaltungsvereins e. V., Sonthofen
In ausgesetzter Lage wie auf dem Grünten muss ein Bauwerk ständig überwacht und instand gehalten werden, um es vor dem Verfall zu schützen. Dies gilt auch für das Jägerdenkmal.
Zunächst wurde das Denkmal durch den Erbauer, die Kriegskameradschaft der ehem. 3er-Jäger, gepflegt, bis im Dritten Reich die Gleichschaltung aller Vereine auch der Kriegskameradschaft der ehemaligen 3er-Jäger das Ende bereitete. Danach und während des 2. Weltkrieges kümmerte sich in erster Linie die Gemeinde Rettenberg um den Erhalt des Jägerdenkmals.
1952 gründeten ehemalige 3er-Jäger aus München den Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V., München. Satzungsziel war, das Denkmal auf dem Grünten zu betreuen und vor dem Verfall zu bewahren. Das Denkmal wies nämlich Anfang der 50er- Jahre erhebliche Schäden auf, deren Behebung dem Münchener Verein allerdings große Schwierigkeiten bereitete.
Deshalb führten gute Kontakte zwischen dem Münchner Verein und der Gebirgsjägerkameradschaft Sonthofen, die während der Grüntentage seit 1948 geknüpft worden waren, zur Lösung des Problems:  der Münchener Verein sollte aufgelöst und   das gesamte Vermögen dem in Sonthofen zu gründenden Erhaltungsverein übertragen werden.
Im Zuge der geplanten Auflösung des Erhaltungsvereins in München gründeten Angehörige der Gebirgsjägerkameradschaft Sonthofen zusammen mit ehemaligen 3er-Jägern am 13.06.1958 den Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V., Sonthofen, der sich entsprechend der Münchner Satzung zum Ziel setzte, „das Ehrenmal auf dem Grünten ….zu betreuen und durch ständige Überwachung vor dem Verfall zu schützen.“ Gründungsmitglieder aus dem Kreis der ehemaligen 3er-Jäger waren u. a. die Gebrüder Heimhuber aus Sonthofen, Siegfried Berkmann aus Rettenberg sowie Franz Fleschhut aus Immenstadt. Bewusst hatte man sich für Ausgründung eines eigenständigen Vereins entschieden, um auch Mitglieder gewinnen zu können, die nicht Angehörige der Gebirgsjägerkameradschaft Sonthofen sind.
Die erste große Aufgabe für den neuen Verein bestand darin, noch gemeinsam mit den Münchnern 1958 die dringend notwendige Grundsanierung des Denkmals durchzuführen.
Nach Abschluss der Sanierung erfolgte im Rahmen des Grüntentages am 14.09.1958 die Übergabe des Denkmals an den Grüntendenkmal-Erhaltungsverein e. V., Sonthofen durch den damaligen 1. Vorsitzenden des Münchener Erhaltungsvereins, Oskar Berndl, ebenfalls ehemaliger 3er-Jäger.Mehrere tausend Teilnehmer waren auf dem Grünten bei der Übergabe dabei.
Bis heute hat der Grüntendenkmal-Erhaltungsverein neben laufenden Erhaltungsmaßnahmen mehrmals zum Teil erhebliche, kostenaufwändige Reparaturen durchgeführt.
Erweiterungen erfuhr das Denkmal durch das Anbringen einer Gedenktafel für das    GebJgRgt 99 (1951) und einer Tafel mit der Chronik des Denkmals (1967) sowie durch den Neubau des Treppenaufgangs mit Gedenkmauer (1975). Bei dieser Gelegenheit wurde ein Kupferbehälter mit Bauurkunde und Erde eines Soldatengrabes aus dem Kaukasus in die Gedenkmauer eingelassen.
Als bislang letzte Maßnahme erfolgte im August 2001 auf Vorschlag des damaligen Vorsitzenden der Gebirgsjäger-Kameradschaft Sonthofen das Anbringen einer Gedenktafel, um auch an die toten Gebirgssoldaten der Bundeswehr zu erinnern, die im Dienst oder im Einsatz ihr Leben gelassen haben bzw. gefallen sind.
Das Denkmal ist in die Liste der geschützten Baudenkmäler Bayerns aufgenommen.
Die erforderlichen Arbeiten zum Erhalt des Denkmals wurden bzw. werden bis heute durch den Landkreis, die Gemeinden Rettenberg, Ofterschwang und Burgberg sowie durch die Bundeswehr aus Sonthofen, Kempten und Füssen in vorbildlicher Weise unterstützt.
Auch dank zahlreicher Mitglieder sowie großzügiger Gönner konnte das Denkmal bis heute im wahrsten Sinn des Wortes am Leben erhalten werden.
Ein Denkmal kann nur dann mit Leben erfüllt werden, wenn es für Besucher auch gut zu erreichen ist. Deshalb wurden auf Antrag des Erhaltungsvereins in den Jahren 2008 und 2009 die Wege zum Denkmal durch das Gebirgspionierbataillon 8 der Bundeswehr saniert.
Trotz laufender Ausbesserungsarbeiten am Denkmal in den letzten Jahren konnte nicht verhindert werden, dass zwischenzeitlich wieder größere Schäden aufgetreten sind. Sie erforderten 2018 eine Generalsanierung durch den Grüntendenkmal-Erhaltungsverein.
Durch die Arbeit des Grüntendenkmal-Erhaltungsvereins bleibt das Jägerdenkmal eine Stätte der Erinnerung an die unzähligen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Weithin sichtbar wird es auch in Zukunft als „denk-mal“ zum Frieden mahnen.

1. Vorstand Alfons Kögel
An der Schanz 2 - 87545 Burgberg - Tel. 08321/88531 - E-Mail info@gruentendenkmal.de
Zurück zum Seiteninhalt